Chapeau Classique 21.11.2021 (16 & 19 Uhr)

Xenon Saxophone Quartet: Dedicated to
21.11.2021

Ohne Furcht vor uncoolem Schönklang und Harmonien, die ans Herz gehen, oder vorm Gegenteil, dem aufreizend Schrägen, ohne Scheu vor Komplexität oder der Popularität des Originals: Spannungsvoll kombiniert Xenon klassische Werke, die nicht für Saxophon komponiert wurden, mit dem Original-Saxophonquartett von Georg Friedrich Haas.

„Wir wollen zeigen“, sagen die Saxer, „welche Nuancen, die man vielleicht so noch nicht gehört hat, in den alten Stücken stecken. Nur deshalb macht es Sinn, sie mit Saxophonquartett zu spielen.“

Xenons Programm liegt der Widmungsgedanke zugrunde, und in jeder Komposition schlägt sich nieder, wem sie dediziert ist. So führte Mozart die Cellostimme (Baritonsaxophon) seines Streichquartetts Nr. 21 so prominent aus, weil der preußische König Cello spielte und Mozart ihn als Sponsor gewinnen wollte. Grieg huldigt dem Barockdichter Holberg mit barocken Tanzformen. Ravel entwickelte 1919 aus der Forlane des Flötenkonzerts von François Couperin seinen „Tombeau“, ein impressionistisches Denkmal für seinen barocken Kollegen und für Freunde, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. Xenon hat Ravels Klaviersuite adaptiert, die tragisch beginnt, um brillant zu schließen. Haas ist einer der bedeutendsten Spektralisten. Er bricht aus dem System der zwölf Töne in das gesamte Spektrum des Klangs aus, in Mikrointervalle, Obertonreihen. In seinem Saxophonquartett morpht sich Xenon durch diverse Klangkonstellationen hindurch – wie ein Bienenschwarm, der ausfliegt und seine Gestalt dabei ständig verändert.

Musiker

Xenon Saxophone Quartet

Lukas Stappenbeck Sopransaxophon
Anže Rupnik Altsaxophon
Álvaro Arias Tenorsaxophon
Benjamin Reichel Baritonsaxophon

Das Xenon Saxophonquartett war Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs und Lukas Stappenbeck erhielt den GWK-Förderpreis 2018. Das Quartett spielt Konzerte im In- und Ausland, wirkt an renommierten Festivals und zahlreichen Radiosendungen mit. Die Viere studierten bei Daniel Gauthier, Hans-Dietrich Klaus und David Smeyers in Köln und bei Mitgliedern renommierter Streichquartette.

Programm: Dedicated to

Edvard Grieg (1843–1907): Aus Holbergs Zeit. Suite im alten Stil
Georg Friedrich Haas (*1953): Saxophonquartett
Wolfgang A. Mozart (1756–1791): Streichquartett Nr. 21 D-Dur, KV 575
Maurice Ravel (1875–1937): Le Tombeau de Couperin

Zeit und Ort

Sonntag, 21.11.2021, 1. Konzert um 16 Uhr; 2. Konzert um 19 Uhr
Erbdrostenhof, Salzstraße 38, 48143 Münster

Karten

Einzelkarte 24 €, erm. 18 € für GWK-Mitglieder, Schwerbehinderte (50%) mit Ausweis
12 € für Schüler:innen, Studierende mit Ausweis

Abo 6 Konzerte 120 €, erm. 90 € | Keine Sonderabos für Schüler:innen, Studierende

Kartenshops
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48143 Münster

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Karten online
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Kartentelefon
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Hinweise

Die Sitzplätze sind nummeriert.

Corona: Wir können, mit Ausnahme von getesteten Schüler:innen bis 16 Jahre, leider nur Immunisierte und Genesene zu den Konzerten zulassen. Im Übrigen wird die geltende Hygieneschutzverordnung umgesetzt.

Zu allen Konzerten der Reihe Chapeau Classique 2021/22.