Nicolai Kobus

2004

Nicolai Kobus ist ein Meister der Form, der den freien Vers ebenso perfekt wie die klassischen lyrischen Formen beherrscht. Dabei läuft das Formale niemals leer, sondern die Gestalt seines Gedichts ist widerspenstiges und zugleich konstitutives Moment des Textsinns.  Hellwach für die Gegenwart, treibt er, ironisch und so desillusioniert wie schöpferisch zugleich, mit Motiven und Themen der Tradition sein Spiel im Bewußtsein des großen Erbes und der Notwendigkeit seiner Kritik. Eigenwillig melancholisch schwingt sein Ton zwischen spröder Lakonik und gebrochenem Pathos.

Susanne Schulte, Laudatio GWK-Förderpreis Kunst 2004

Künstler

1968* Stadtlohn
Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Münster

Homepage des Künstlers

Jury

Cornelia Jentzsch, Kritikerin, Berlin
Frauke Meyer-Gosau, Literaturen, Berlin
Dr. Thomas Poiss, Humboldt-Universität zu Berlin
Hendrik Rost, Schriftsteller, GWK-Förderpreis 2003, Gescher
Reto Ziegler, Edition Korrespondenz, Wien
Ursula Rolinck, GWK, Steinfurt