Hendrik Rost

2003

In den Gedichten Hendrik Rosts durchdringen sich kunstvoll Erzählend-Szenisches, Bild und Reflexion. Ihr Verhältnis ist gleichberechtigt, ausgewogen und stimmig, wobei die Bilder und Szenen nicht bloß Singuläres bezeichnen, sondern symbolisch bzw. metaphorisch aufgeladen sind. Sie kommen aus einer sensibel gespannten Wahrnehmung, die das unspektakuläre Besondere, den ereignishaften Zwischenfall im Alltag entdeckt und in eine universale Perspektive stellt. Dem entspricht der prosanahe, schnörkellose Vers, den Hendrik Rost sicher setzt und bricht. In ihm entfaltet er eine ganz eigene unpathetische Melodie, einen nüchtern-fließenden Rhythmus bei melancholisch zurückgenommener Tonlage, was seine Lyrik unverwechselbar und als authentisch erfahrbar macht.

Susanne Schulte, Laudatio GWK-Förderpreis Literatur 2003

Künstler

1969* Burgsteinfurt
Studium der Germanistik und Philosophie in Kiel und Düsseldorf

Wikipedia.org

Jury

Norbert Hummelt, Schriftsteller, Lohmar-Wahlscheid
Norbert Wehr, Schreibheft, Köln
Dr. Olaf Kutzmutz, Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ursula Rolinck, GWK, Steinfurt