Christoph Wenzel und Sabine Scho beim Projekt "gedichtetes gelände" 2015 in Kooperation mit der Universität Münster.

 
Projekte

 
"gedichtetes gelände" - Lesungen renommierter Lyriker in der Pension Schmidt

"gedichtetes gelände", unter diesem Titel lesen vier renommierte Lyriker in der Pension Schmidt. "gedichtetes gelände" ist Heimatgelände im Gedicht: Heimat – ein mit tiefen Bedeutungen, starken Gefühlen durchsetzter Natur- oder Stadtraum. Wir haben die Heimat mit Namen, Bildern, Geschichten belegt, in Sprache erfahren wir sie – und oft genug als Problem. In der Literatur ist Heimat seit jeher Thema. So auch bei den Lyrikern Christoph Wenzel und Sabine Scho, Norbert Hummelt und Lars Reyer, die am 25. Juni und 2. Juli 2015 auf Einladung der GWK-Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit und des Fachbereichs Germanistik der Universität Münster in der Pension Schmidt auftreten.

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schERBEN. Eine literarische Performance mit Musik im Falkenhof Rheine



Eine musikalisch-literarische Performance mit renommierten Schriftstellern und Musikern erwartet die Zuhörer am 18. Mai 2014, 15 Uhr, im Falkenhofmuseum Rheine. Vor 10 Jahren war’s in Rheine wie im Märchen und im Krimi zugleich: Bei Baggerarbeiten im Falkenhof, einem alten Adelssitz, wurde ein archäologischer Fund gemacht, der überregional für eine Sensation sorgte. Man entdeckte ein unterirdisches Kanalsystem und fand im stinkenden Schlamm 21.000 Scherben! Sie bezeugen das Leben der Hausherren von 1600 bis 1800. Den feudalen, so rustikalen wie prachtvollen Haushalt rekonstruiert die Ausstellung „Das Erbe der Morrien“ in einer beeindruckenden Schau.
Richtig zum Leben erwecken die Objekte und das barocke Ausstellungsambiente drei renommierte Autoren, die auf Einladung der GWK Originalbeiträge zum Erbe der Morrien verfassten: Nora Gomringer und die GWK-Preisträger Christoph Wenzel und Dagmara Kraus ließen sich von den zerbrechlichen und kostbaren Fragmenten aus Glas und Keramik, von dem Haus und seinen Bewohnern inspirieren. Die drei, hervorragende Rezitatoren, bringen ihre Texte mit Musik der Percussionisten Peter Nagy und Timon Seithel auf die Ausstellungsbühne.

 
Ach so verstehen wir - Magus-Tage 2013 in Münster

Die Magus-Tage 2013 fanden vom 16. bis 20. Oktober 2013 in Münster statt. Sie standen unter dem Thema "Ach so verstehen wir." Philosophen, Schriftsteller, Soziologen, Psychologen, Theatermacher, Sprachmittler und ein Profiler setzten sich mit der Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen des Verstehens auseinander. Der Züricher Literatur­wissen­schaftler Charles de Roche gewann mit seinem "Versuch über das Einfache des Schwierigen" den Magus-Preis 2013. Das Programm der Magus-Tage finden Sie unter www.magus-tage.de, alle Vorträge bei YouTube unter www.youtube.com/user/GWKmuenster

 
Prof. Wilhelm Schmidt-Biggemann erhält Hamann-Forschungspreis 2013


Foto: Westfälische Nachrichten / Jürgen Peperhowe

Der Berliner Philosoph Prof. Dr. Wilhelm Schmidt-Biggemann wurde in Münster mit dem Hamann-Forschungspreis 2013 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis, der von der Universität Münster in Zusammenarbeit mit der GWK verliehen wird, gilt seiner hervorragenden Leistung im Bereich der Geistes- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts. Ganz im Sinne des deutschen Philosophen Johann Georg Hamann (1730 – 1788) liegt der Fokus auf Arbeiten zur Aufklärung und Aufklärungskritik. Gestiftet wird der Preis, der 2013 zum zweiten Mal vergeben wurde, vom münsterschen Unternehmerpaar Gertraud und Reinhard Horstmann. Auf dem Foto (v.l.): Gertraud Horstmann, Dr. Susanne Schulte, Prof. Dr. Wilhelm Schmidt-Biggemann, Prof. Dr. Cornelia Denz, Prof. Dr. Eric Achermann.

 
Magus Tag Münster 2011

"Poesie ist die Muttersprache
des menschlichen Geschlechts"

Franz Josef Czernin, Sabine Scho und Hugh Barr Nisbet beim Magus Tag Münster am 15. Oktober 2011

Respektvoll nannten ihn seine Zeitgenossen den "Magus in Norden", Goethe bezeichnete ihn als den "hellsten Kopf seiner Zeit" und für Amalie von Gallitzin war er eine Art Guru: Die Rede ist von Johann Georg Hamann, dem Königsberger Schriftsteller, der 1788 in Münster starb und auf dem Überwasserfriedhof begraben liegt. Zukunftsweisend wie kaum ein anderer seiner Zeit hat Hamann über die Sprache nachgedacht und von der Poesie behauptet, sie sei "die Muttersprache des menschlichen Geschlechts".

Beim Magus Tag Münster, den die GWK am 15. Oktober 2011 im münsterschen Rathaus veranstaltete, war Hamann der Ausgangspunkt für einen Wortwechsel über Poesie. Die renommierten Dichter Sabine Scho und Franz Josef Czernin beleuchteten in Aphorismen, in einem freundschaftlich-kritischen Brief an den "lieben Jo" und im Gespräch mit einander die Besonderheiten der poetischen Sprache und fragten nach den speziellen Perspektiven, in die das dichterische Wort die Menschen versetzt. ··· mehr